ZEIT DER TRUNKENEN PFERDE

Freitag, 25-08     |     
18:45
in Kooperation mit der Kulturinitiative Ostwestpassagen
von Bahman Ghobadi, Iran 2000, 82 Minuten, DVD Vorführung, O.m.U.

… Goldene Palme Cannes 2000 …
In einem kurdischen Bergdorf kämpfen fünf Waisenkinder ums Überleben. Sie sind arm – zu arm für die Operation, die ihr kleinwüchsiger Madi braucht.
Also will sich Rojin, die älteste Schwester, an einen Iraker verheiraten lassen, der Madis Operation ermöglichen will. Doch seine Familie weist den Kleinen an der Grenze zurück. Da schließt sich Ayub der Bande an, die Reifen auf Maultieren durch tiefverschneite Berge über die Grenze in den Irak schmuggelt…

Mit Filmgespräch im Anschluss an die Vorstellung

 

Die Kulturinitiative „Ostwestpassagen“
Die „Ostwestpassagen“ ist eine Kulturinitiative, die den Austausch und das gegenseitige Verständnis zwischen „Orient“ und „Okzident“ befördern möchte. Wir bemerken auch in der kritischen Öffentlichkeit eine zunehmend undifferenzierte Sicht auf den „Orient“. Auf der Oberfläche ist zu beobachten, dass bei der Berichterstattung der Massenmedien eine Konzentration auf Greul aus dem Vorderen Orient besteht.
Tieferliegend wird der Blick verstellt durch eine ideologische Orientierung im Westen, die davon ausgeht, dass der europäische Weg zur Moderne als der „normale“ und einzige angesehen wird. „Doch es gibt – und gab auch immer – andere Konzeptionen von Staat, Nation, Wirtschaft und gutem Leben. Alle haben ihre spezifischen Schwierigkeiten und Herausforderungen. Richtig verstehen wird man sie allerdings nur können, wenn man sich mit der Erfahrung nichtwestlicher Gesellschaften, mit ihren politischen und intellektuellen Traditionen offen und dauerhaft auseinandersetzt.“  (Pankaj Mishra, indischer Essayist, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 14.9.2014)
Die „Ostwestpassagen“ wird mit bescheidenen Mitteln einen subjektiv gefärbten Blick auf den Austausch und die Verbindungen von Ost und West werfen. Es geht ihr um eine differenziertere Wahrnehmung jenseits von Idealisierung und Entwertung.  Dabei geht es um Verstehen, gegenseitige Wertschätzung und um intellektuelle Vielfalt. Wir konzentrieren  uns auf Informationen und Hinweise, die wir selbst sammeln. Sie geben unseren persönlichen Blick wider. Wir konzentrieren uns  auf den Bereich  Kultur sowie auf Bemühungen um ein gutes Leben, das durch Frieden, Freiheit und Toleranz gewährleistet wird.

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