WOLF AND SHEEP

Dienstag, 20-02     |     
18:30
in Kooperation mit der Kulturinitiative Ostwestpassagen
Mit Einführung und Filmgespräch

In einer entlegenen Region in den Bergen von Afghanistan glauben die Menschen an die Geschichten, die sie selber erfinden, um die Mysterien des Lebens und der Welt zu erklären. Die Mädchen und Buben hüten die Schafe und üben mit ihren selbst gebastelten Steinschleudern. Vor allem wollen sie die Wölfe vertreiben. Die Welt hier gehört ihnen, und die Regisseurin zeigt uns in ihrem berührenden Erstling den Alltag, wie sie ihn kennt.

„Shahr ist alles andere als gewöhnlich. Sie ist eine afghanische Regisseurin, die in Kabul lebt und arbeitet. Sie dreht also Filme und gibt Regieanweisungen in einem Land, in dem Frauen so gut wie nichts zu sagen haben und das Streben nach Selbstentfaltung lebensbedrohlich sein kann.“ (Schweizer Fernsehen SRF)

von Shahrbanoo Sadat, Afghanistan 2016, 86 Minuten, O.m.U.

 

Die Kulturinitiative „Ostwestpassagen“

Die „Ostwestpassagen“ ist eine Kulturinitiative, die den Austausch und das gegenseitige Verständnis zwischen „Orient“ und „Okzident“ befördern möchte. Wir bemerken auch in der kritischen Öffentlichkeit eine zunehmend undifferenzierte Sicht auf den „Orient“. Auf der Oberfläche ist zu beobachten, dass bei der Berichterstattung der Massenmedien eine Konzentration auf Greul aus dem Vorderen Orient besteht.

Tieferliegend wird der Blick verstellt durch eine ideologische Orientierung im Westen, die davon ausgeht, dass der europäische Weg zur Moderne als der „normale“ und einzige angesehen wird. „Doch es gibt – und gab auch immer – andere Konzeptionen von Staat, Nation, Wirtschaft und gutem Leben. Alle haben ihre spezifischen Schwierigkeiten und Herausforderungen. Richtig verstehen wird man sie allerdings nur können, wenn man sich mit der Erfahrung nichtwestlicher Gesellschaften, mit ihren politischen und intellektuellen Traditionen offen und dauerhaft auseinandersetzt.“  (Pankaj Mishra, indischer Essayist, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 14.9.2014)

Die „Ostwestpassagen“ wird mit bescheidenen Mitteln einen subjektiv gefärbten Blick auf den Austausch und die Verbindungen von Ost und West werfen. Es geht ihr um eine differenziertere Wahrnehmung jenseits von Idealisierung und Entwertung.  Dabei geht es um Verstehen, gegenseitige Wertschätzung und um intellektuelle Vielfalt. Wir konzentrieren  uns auf Informationen und Hinweise, die wir selbst sammeln. Sie geben unseren persönlichen Blick wider. Wir konzentrieren uns  auf den Bereich Kultur sowie auf Bemühungen um ein gutes Leben, das durch Frieden, Freiheit und Toleranz gewährleistet wird.

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