NULL MOTIVATION – Efes beyahasei enosh

Mittwoch, 22-03     |     
18:45
Fünfter und letzter Film der Reihe FEMMES TOTALES FILMTOUR
In Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen präsentieren wir eine fünfteilige Reihe mit aktuellen Filmen von Regisseurinnen

NULL MOTIVATION – Efes beyahasei enosh

von Talya Lavie, Israel 2014, 97 Minuten, O.m.U.
mit Dana Iggy, Nelly Tagar, Shani Klein, Heli Twito, Meytal Gal, Tamara Klingon

Zahal, die israelische Armee, genießt wegen der systematischen Rekrutierung von Frauen zum Wehrdienst ein Image als militärische Vorreiterin der Emanzipation. Doch der Alltag vieler Soldatinnen – jedenfalls in Talya Lavies Kassenhit Zero Motivation (Originaltitel: Efes be Jachasej Enosch, auf Deutsch: Eine Null in zwischenmenschlichen Beziehungen) – sieht leider anders aus: Kaffee kochen, den Vorgesetzten Kaffee servieren, Aktenschreddern und Computerspiele rund um die Uhr.

Zero Motivation lässt kein Klischee aus, doch Klischees entsprechen manchmal bekanntlich der Wahrheit: blendend aussehende orientalische Soldatinnen, zickige Russinnen und die üblichen Kleinkriege unter israelischen Frauen. Die tiefere Botschaft fehlt, ist aber auch nicht nötig. Als leichte Komödie über die Idiotien des militärischen Büroalltags ist der Film unterhaltsam und vergnüglich.

Mit fast 600.000 Besuchern allein in Israel (von etwa acht Millionen Einwohnern) war die Komödie der erfolgreichste israelische Film des Jahres 2014 – was nicht zuletzt daran liegen könnte, dass viele Frauen sich und ihre Armeeerfahrungen nur allzu gut darin wiedererkennen.

Die Regisseurin Talya Lavie ist in Deutschland übrigens keine Unbekannte: Für den 19-Minuten-Film The Substitute, auf dem später die Langfassung Zero Motivation beruhte, wurde sie bei der Berlinale 2006 mit dem Panorama-Kurzfilm-Publikumspreis ausgezeichnet. (Jüdische Allgemeine Zeitung)

Die Femmes totales Filmtour ist ein Projekt des 2013 in München von Monika Kijas gegründeten Filmverleihs [eksystent distribution]. Monika Kijas zeichnet auch für die Filmauswahl verantwortlich.

„Femmes totales – Filme von Frauen wurde ins Leben gerufen, um unter dem Motto ‚Was Kino sein kann‘ zeitgenössisches Kino von Frauen auf die Leinwand zu bringen. [ … ] In unserer Reihe Femmes totales zeigen wir fünf vielfach ausgezeichnete Werke von Frauen, die als Thriller, Komödie oder gesellschaftskritische Dokumentation die ganze spannende Bandberiete wiederspiegeln, die Kino von Frauen sein kann.“ (Aus der Pressemitteilung von [eksystent distribution])

Im Anschluss Gespräch über Frauen in der israelischen Armee mit Karola Gramann (Kinothek Asta Nielsen)

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