BARAKAH MEETS BARAKAH

Freitag, 19-05     |     
18:30
In Kooperation mit der Kulturinitiative Ostwestpassagen
von Mahmoud Sabbagh, Saudi-Arabien 2016, 88 Minuten, arab. O.m.U.

Die erste romantische Komödie, die je in Saudi-Arabien realisiert wurde.

Würde man eine Umfrage unter Filmexperten starten, welches Land ihrer Einschätzung nach derzeit das am wenigsten geeignete ist, eine sehr lustige und echt abgefahrene „Romantic Comedy“ anzusiedeln: Saudi-Arabien hätte beste Chancen, die Top-Position einzunehmen. Aber falsch geraten – nichts weniger beweist BARAKAH MEETS BARAKAH:
In der saudischen Hafenstadt Dschidda soll Barakah als Ordnungsbeamter dafür sorgen, dass das öffentliche Leben nach dem islamischen Recht verläuft. Dies tut er immer freundlich aber ohne religiösen Eifer, viel lieber spielt er in einer Laientheatergruppe Hamlet. Seine Rolle ist die der Ophelia, Proben und Aufführungen mit Frauen sind verboten. Als er ein illegales Fotoshooting unterbinden soll, verliebt er sich auf den ersten Blick in Bibi, die für das Label ihrer Adoptivmutter „Heavenly Hips“ modelt, aber viel berühmter als gesellschaftskritische Bloggerin und IT-Girl ist. Nur wie soll er sie näher kennenlernen, in einem Land, das jeder Form von „dating“ feindlich gegenübersteht? Elegant und kreativ hebeln die beiden das System von Tradition, Etikette und Religionspolizei aus.

BARAKAH MEETS BARAKAH wurde im Berlinale Forum 2016 mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet. Aus der Jurybegründung: „Der Film reflektiert über den Wert der Freiheit, über die Rolle der Frauen in der Saudi-Arabischen Gesellschaft und über die Frage nach Selbstverwirklichung trotz kultureller Beschränkungen. Mit Humor und Charme eröffnet er seine politische Botschaft über eine Jugend, die nach Freiheit strebt.“

 

Die Kulturinitiative „Ostwestpassagen“

“Ostwestpassagen” ist eine private und ehrenamtlich geführte Kulturinitiative. Sie leistet Beiträge zum Dialog der Kulturen und konzentriert ihre Arbeit auf einen friedensfördernden Diskurs zwischen Orient und Okzident.

Dem Namen der Initiative folgend werden Veranstaltungen durchgeführt, die vielfältige und vielschichtige Verbindungslinien zwischen den Kulturen aufzeigen und das gegenseitige Verständnis fördern. Die „Ostwestpassagen“ öffnen Zugänge zu teilweise unbekannten Lebenswelten und regen an zum Austausch über unterschiedliche, bisweilen gegensätzliche oder gemeinsame Interpretationen fremder Kulturen. Dabei bemühen sich die Initiatoren um eine differenzierte Wahrnehmung jenseits von Idealisierung und Entwertung. Die Arbeit der Initiative vollzieht sich stets in Kooperation mit anderen Institutionen.

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